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Tour de SuisseTadej Pogacar auch am letzten Tag gnadenlos |
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Auch auf der letzten Etappe der 89. Tour de Suisse war der Start- auch gleichzeitig der Zielort. Villars-sur-Ollon wurde für die Königsetappe auserkoren, die Schweizer Veranstalter schufen eine neue Definition von Rundkurs. Gleich vom Start weg ging es 3,9 Kilometer auf den Col de la Croix. Die nächsten beiden Runden ging es die vollen 19,1 Kilometer auf den 1772 Meter hoch gelegenen Pass. Als Finale der über 4000 Höhenmeter und 151 Kilometer langen Etappe musste man "nur" mehr 15,2 Kilometer nach Villars-sur-Ollon klettern. Acht Mann schafften es in die Gruppe des Tages, darunter mit Lenny Martinez, Nairo Quintan, Bart Lemmen und Bauke Mollema einiges an Kletter-Prominenz, doch keiner davon war mehr eine Gefahr für die Gesamtwertung. Die Frage war, ob sich Tadej Pogacar mit dem Gesamtsieg begnügen würde, oder auch die letzte Etappe gewinnen möchte. Die Frage wurde am der 8000-Meter-Marke geklärt. Der Weltmeister tritt an und macht sich solo auf die Verfolgung. Jean-Claude Leclercq beschrieb es in der Live-Übertragung bildlich. Wie Pac-Man sammelte er die Ausreißer ein, als letzten traf es den armen Lenny Martinez. Unter der Flame Rouge stürmte der Slowene vorbei. Drei Etappensiege und Gesamtsieger mit dem Rekordvorsprung von sechseinhalb Minuten, die Generalprobe für die Tour de France ist eindrucksvoll gelungen. Leider konzentrierten sich die TV-Bilder nur auf das Duell um den Tagessieg, man konnte die anderen Fahrer nur beim Zieleinlauf beobachten. Im Tagesklassement folgten Bart Lemmen, Jarno Widmar, Matthew Riccitello, Enric Mas und Richard Carapaz. Carapaz verteidigte seinen zweiten Gesamtrang souverän, doch 6:32 klingen fast wie eine andere Sportart. Wirklich überraschend ist der dritte Rang von Mathias Vacek. Der Tscheche ist eigentlich ein Klassikerspezialist und mit einer Größe von 1:88 bei 75 Kilo alles andere als ein Kletterer. Doch der 24-jährige hatte als Gesamtdritter eine gute Ausgangssituation vor der Etappe und verbiss sich bewundernswert in den Anstiegen. Als Tageselfter mit 2:16 ließ er zum Beispiel den mehrfachen Vuelta a Espana-Gesamtsieger Primoz Roglic (+3:09) deutlich hinter sich. Die Top Ten im Schlussklassement komplettierten Tobias Foss, Ilan Van Wilder, Brandon McNulty, Matthew Riccitello, Primoz Roglic, Sergio Higuita und Bart Lemmen.
21.06.2026 - Gerald