Movistar, NSN und EF Education arbeiten, ..

Alec Segaert sagt leise Danke

Die 12. Etappe des Giro d'Italia führte über 175 Kilometer von Imperia nach Novi Ligure und allgemein wurde mit einer Sprintankunft gerechnet. Doch ganz so einfach war das Ganze nicht. Zwei Bergwertungen der dritten Kategorie beginnend beim Kilometer 100 warfen die Frage auf, wer würde die Steigungen "überleben". Movistar hat mit Orluis Aular einen Bergfesten Sprinter im Aufgebot, in Mannschaftsstärke schlug die spanische Mannschaft zur ersten Bergwertung ein hartes Tempo an. Zum zweiten Gipfel stieg auch NSN ein, auch Corbin Strong kommt gut mit solchen Steigungen zurecht. Für die "dicken" Sprinter war das zu viel. 56 Sekunden Rückstand hatten Jonathan Milan und der zweifache Etappensieger Paul Magnier an der Kuppe. Fahrer wie Tobias Lund Andresen oder Dylan Groenewegen waren zu diesem Zeitpunkt schon aussichtslos zurück. Da jetzt auch noch EF Education - Easypost offensichtlich für Madis Mihkels mitarbeitete, konnten die Topsprinter nicht mehr aufschließen. An der 3000-Meter-Marke fuhr Visma | Lease a Bike an der Spitze des Feldes, mit der Absicht Jonas Vingegaard sicher um die letzten Kurven zu bringen. Auf der Außenbahn attackierte plötzlich Alec Segaert und das Visma keinerlei Absichten auf den Etappensieg hatte, entstand sofort eine Lücke. Der 23-jährige Belgier gehört zu den besten Zeitfahrern der U23-Kategorie und ließ sich den Etappensieg nicht mehr nehmen. Mut und Entschlossenheit brachten ihm den ersten Grand Tour-Etappensieg und den größten Erfolg seiner Karriere. Nur um Rang zwei ging es für die Verfolger. Toon Aerts führte die gut 60 Mann umfassende Favoritengruppe vor Guillermo Silva, Ethan Vernon, Jasper Stuyven, Orluis Aular, Madis Mihkels und Jhonatan Narvaez an.

22.05.2026 - Gerald