Omloop Nieuwsblad

Perfekter Saisonstart für Van Der Poel

Die 81. Austragung des Omloop Nieuwsblad eröffnet die Saison der Klassiker und Halbklassiker. 1945 erstmals als Omloop van Vlaanderen ausgetragen, war das Rennen später als Het Volk und Het Nieuwsblad bekannt bis es zum heutigen Namen kam. Früher war das Rennen eine fast schon traditionelle Beute der großen Belgischen Fahrer, doch in den letzten Jahren ist die Siegerliste viel internationaler geworden. Interessanterweise gibt es keinen Fahrer, der das Rennen öfter als dreimal gewonnen hat, und das wird sich auch heuer nicht ändern. es fährt nämlich niemand mit, der schon öfter als einmal gewonnen hat. Charakterisch für das Rennen sind die kurzen, harten Anstiege im letzten Drittel des Rennens, der es den Sprintern schwer macht, sich Vorne zu platzieren. Trotzdem las sich die Startliste wie das who is who der schnellen Männer.
Nachdem sich anfangs zwei Mann absetzen konnten, gab es schlussendlich eine fünfköpfige Ausreißergruppe, die zur Hälfte des Rennens auf regennassen Straßen 2:40 Vorsprung hatte, maximal lagen sie 4 Minuten vorne. Ab der Hälfte des Rennens gab es einige Stürze, die, soweit man das nach den Fernsehbildern beurteilen konnte, einigermaßen glimpflich ausgingen. Die erste ernsthafte Attacke kam am Wolvenberg von Kasper Asgreen. Das reichte aber nur für ein paar Kilometer. Das nächste "Highlight" war neuerlich ein Sturz, unter anderem von Stefan Küng, für den das Rennen damit gelaufen war.
Am Moolenberg kam ein Angriff von Florian Vermeersch. Hinter ihm kam Matteo Trentin am nassen Pflaster in einer engen Kurve zu Fall und behinderte das bereits kleine Feld. Tim van Dijke und Mathieu van der Poel konnten kurz danach zum Belgier aufschließen. Zu Dritt holte man die nur noch Vier Führenden ein. Als Nächster fiel Alexis Brunel aus der Gruppe zurück, der Vorsprung erhöhte sich auf 50 Sekunden. 25 km vor dem Ziel setzte der Regen wieder ein. Bei einem weiteren Sturz erwischte es aus dem Feld auch noch Arnaud de Lie. An der Kapelmuur machte Van der Poel Ernst. Er setzte sich alleine ab und führ 20 Sekunden Vorsprung heraus. Auch der Bosberg war kein großes Hindernis mehr für den Niederländer und mit 22 Sekunden Abstand kam er alleine ins Ziel. HInter ihm folgte Van Dijke vor Vermeersch. Den Kampf um Platz Vier holte sich Christophe Laporte, dann folgten Aime de Gendt und Tobias Lund Andresen als Schnellster im Feld.

28.02.2026 - Ralph