Felix Gall mitten im Kampf um Rang zwei

Tadej Pogacar stellt die Weichen auf Gesamtsieg

In Andorra la Vella startete der 105 Kilometer lange Pyrenäen-Quicky der vierte Etappe der Vuelta a Espana. Aus der höchstgelegenen Hauptstadt Europas ging es sofort Richtung Port d'Envalira, dem 2409 Meter hohen Dach der Rundfahrt. Insgesamt vier Bergwertungen, davon drei der ersten Kategorie, es warteten viele Bergpunkte und die GC-Fahrer mussten sich heute auch zeigen. In der 25 Kilometer langen Anfahrt setzte sich eine größere Gruppe, doch Felix Galls Mannschaft Decathlon CMA CGM stellte die Ausreißer schon weit vor der Hälfte der Gesamtdistanz. Schon in der zweiten Steigung Collada de Beixalis war das Hauptfeld deutlich geschrumpft. Ziemlich genau an der 50-Kilometer-Marke begann der Auftritt von Tadej Pogacar. Nur Felix Gall kann kurz folgen, läßt sich aber wieder in die kleine Verfolgergruppe zurückfallen. Bis zum Gipfel hatte der Slowene bereits eineinhalb Minuten Vorsprung, die "Um-Platz-Zwei-Gruppe" wurde wieder deutlich größer. Für den Weltmeister lief alles wie am Schnürchen, unbedrängt zog er seine Bahn. Bis ins Ziel baute er seinen Vorsprung Sekunde um Sekunde aus, am Ende waren es 2:39.
Viel spannender war der Kampf dahinter, 9 Mann gingen gemeinsam in die letzte unrhythmische Steigung zum Alto de la Comella. Gregor Mühlberger gab ein hohes Tempo vor, Mattias Skjelmose wird abgehängt. Felix Gall attackiert, kann aber nur mehr Richard Carapaz abschütteln. Zu sechst geht es nach einer kurzen Abfahrt auf die Zielgeraden, Gall wird hinter dem jungen Belgier Jarno Widar Tagesdritter. Es folgten Oscar Onley, Sepp Kuss, Enric Mas und Primoz Roglic. Hinter Richard Carapaz (+2:57) überquerte Gregor Mühlberger mit Mattias Skjelmose (3:17) den Zielstrich.
Tadej Pogacar führt jetzt die Gesamtwertung mit 3:21 auf Primoz Roglic an. Er trägt das Rote Trikot, das Bergtrikot und liegt auch in der Punktewertung vorne. Mitten drin im Kampf um den Rang hinter dem Außerirdischen ist auch Felix Gall, der sich auf Rang sieben nach vorne schob. Zwischen Roglic und dem Gesamtelften Gregor Mühlberger liegen nur knapp über eine Minute.

25.08.2026 - Gerald