Enric Mas verteidigt souverän sein Rotes Trikot

Stefan Küng holt sich Selbstvertrauen für die WM

Die 81. Vuelta a Espana geht in die entscheidende Phase, das 32,1 Kilometer lange Einzelzeitfahren von El Puerto de Santa María nach Jerez de la Frontera könnte zu einem ganz wichtigen Faktor werden. Als einer der ersten ging Callum Thornley auf die Strecke und der junge Brite sollte lange die Bestzeit halten. Joao Almeida war bei den Zwischenzeiten schneller, scheiterte aber bis ins Ziel. Erst der Schweizer Routinier und Zeitfahrspezialist Stefan Küng unterbot die Vorlage, mit drei Sekunden Vorsprung war es denkbar knapp. Keiner kam mehr an die Zeit des Schweizers heran. Mit diesem Erfolg holte sich der 33-jährige viel Selbstvertrauen für die Zeitfahr-Weltmeisterschaften in 10 Tagen in Kanada.
Besonders spannend ist auch die Jungprofiwertung, hier liefern sich Oscar Onley und Jakob Omrzel einen engen Kampf. Der Brite konnte seinen Vorsprung auf 57 Sekunden ausbauen.
Im Vorfeld war spekuliert worden ob Primoz Roglic das Rote Trikot angreifen könnte, immerhin war der Slowene Olympiasieger im Zeitfahren. Der 37-jährige legte mit 18 Sekunden Rückstand auf Küng die viertbeste Zeit auf den Asphalt. Doch es ist keine neue Weisheit, dass das Rote Trikot Flügel verleiht. Souverän meisterte Enric Mas den Parcours. 33 Sekunden Abstand zu Roglic, bedeuten weiterhin die Gesamtführung, 1:37 ist er noch vorne und jetzt kommt in den Bergen wieder sein Terrain. Felix Gall hat in seiner "Lieblingsdisziplin" den Schaden in Grenzen gehalten. Jetzt 3:01 hinter Mas bleibt er klar auf Podestkurs.

10.09.2026 - Gerald