Tuur der Romandie

Tadej auch am letzten Tag unschlagbar

Das Beste kommt zum Schluss, so könnte man die letzte Etappe der Tour de Romandie beschreiben. 178 Kilometer warteten auf die verbliebenen Profis als letzte Prüfung. Nach einem hügeligen Profil wartete als Finale der 14 Kilometer lange Anstieg nach Leysin. Die Ausreißer hatten unter diesen Voraussetzungen kein Chance, zur Halbzeit der Steigung war mit Finn Fisher-Black der letzte Mann gestellt. An der 4000-Meter-Marke eröffnete Florian Lipowitz aus der bereits deutlich geschrumpften Favoritengruppe die Feindseligkeiten. Tadej Pogacar blieb an seinem Hinterrad, die beiden Ausnahmekletterer waren wieder unter sich. Zwar kam im Finale Primoz Roglic noch fast ans Hinterrad des Duos, doch im Spurt das übliche Szenario. Pogacar verteilt auch am letzten Tag keine Geschenke und gewinnt klar vor Florian Lipowitz. Das Duo bestimmte klar das Geschehen bei der 79. Tour de Romandie. Die beiden trennten am Ende nur 42 Sekunden, doch mit 4 Etappensiegen war der Weltmeister klar der Chef im Ring. Tagesdritter wurde Primoz Roglic. Nur kurzfristig musste Lenny Martinez um seinen dritten Gesamtrang zittern, doch der Franzose kam zeitgleich mit Lorenzo Fortunato und seinem ärgsten Widersacher Jorgen Nordhagen als sechster ins Ziel. Der junge Däne Nordhagen durfte sich bei Visma | Lease a Bike erstmals als Kapitän profilieren, als Gesamtvierter bewies er, dass er ein großes Zukunftsversprechen ist. Die Top Ten komplettierten Luke Plapp, Luke Tuckwell, Jefferson Alveiro Cepeda, Albert Withen Philipsen, Lorenzo Fortunato und Junior Lecerf, der im Finale noch zwei Ränge verloren hat. Carlos Rodriguez war gestern bei hohem Tempo nach der Berührung mit einem Begleitmotorad gestürzt und hat dabei viel Haut verloren. Der Spanier bewies große Moral und verteidigte trotzdem seinen zwölften Gesamtrang.

03.05.2026 - Gerald