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Weltmeisterschaften MontrealBrandon McNulty krönt die US-Amerikanische Strategie mit dem Regenbogentrikot |
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Als krönender Abschluss der Weltmeisterschaften im kanadischen Montreal ging das Straßenrennen der Männer über die Bühne. 273 Kilometer standen auf dem Programm. Mehr als 100 Kilometer ging es von Brossard nach Montreal, dann wartete der 12 Mal zu fahreende 13,4 Kilometer lange mit 269 Höhenmetern gespickte Rundkurs, den man vom Grand Prix Cycliste de Montreal kennt. Schon knapp nach der Halbzeit war die erste Ausreißergruppe gestellt und das Rennen wurde neu eröffnet. Die Meldungen über die Aufgaben wurden immer häufiger. 90 Kilometer vor dem Ziel bildete sich eine gefährliche Spitzengruppe. Belgien schickte seinen "Plan B" Wout Van Aert in eine Gruppe mit Mathieu Van Der Poel, Oscar Onley, Primoz Roglic, Quinn Simmons, Ben Healy und Anthon Charmig nach vorne. Der große Favorit für heute war der "Plan A" von Belgien Remco Evenepoel. Während Van Aert vorne nicht ganz mithalten konnte, war der Superstar auch nicht aufmerksam. Der Zeitfahrweltmeister verpasste eine Attacke von Isaac Del Toro, der sich in einer kleinen Gruppe mit Paul Seixas auf die Verfolgung machte. Van Aert zeigte dann seine Mannschaftsmoral und ließ sich zurückfallen zu seinem Kapitän, gemeinsam schaffte man wieder den Anschluss zu Gruppe um Seixas und Del Toro. An der Spitze hatte sich die Situation insofern beruhigt, dass das Trio Van Der Poel, Roglic und Simmons zumindest das Podium als gemeinsamen Nenner hatten. Doch die Ruhe wurde gestört, Ben Healy konnte aufschließen und wenig später erhöhte sich die Gruppe der Siegkandidaten auf 21 Fahrer. Es blieb keine Chance zur Erholung, sofort gab es die nächsten Attacken. Die US-Amerikanischen Boys konnten sich in der Verfolgung zurückhalten, Simmons war ja in der Spitzengruppe. Der Angriff von Matteo Jorgenson wurde noch neutralisiert, doch Brandon McNulty setzte die nächste Keule. McNulty erhöhte den Vorsprung schnell, mit 53 Sekunden Vorsprung ging er in den letzten Umlauf. Die Felle schienen davon zu schwimmen, nach der längsten Steigung waren die Verfolger auf 16 Sekunden heran. Doch der vierte des Zeitfahrbewerbs gab nicht auf. und fuhr den Titel sicher nach Hause. Eigentlich war McNulty einer der "logischen" Favorit, denn er wurde heuer dritter und hat im letzten Jahr den GP Montreal gewonnen, damals aber als Geschenk seines Kapitäns Tadej Pogacar. Ohne seinen Kapitän zeigte der 28-jährige seine wahren Fähigkeiten und krönte eine perfekte Leistung des US-Amerikaischen Teams. Michael Matthews ist einer der wenigen Fahrer die den Grand Prix von Quebec und Montreal in einem Jahr gewonnen haben, als Silbermedaillengewinner zeigte der Australier, dass er einen Tag nach seinem 36. Geburtstag immer noch voll im Saft steht. Bronze ging an Mathieu Van Der Poel, der möglicher weise heute der Stärkste war. Die Top Ten komplettierten Quinn Simmons, Isaac Del Toro, Mads Pedersen, Tom Pidcock, Matteo Jorgenson, Giulio Ciccone und Ben Healy. Remco Evenepoel, zwölfter hinter Ben Healy, und der im Finale von Krämpfen geplagte Paul Seixas, fünfzehnter hinter Juan Ayuso und Stefan Küng, konnten ihre Favoritenstellung nich ganz bestätigen.
Die Österreicher waren leider nicht in den entscheidenden Situationen vorhanden, Felix Gall und Patrick Konrad stiegen vorzeitig vom Rad, Felix Großschartner wurde 56.
Es ist schade, dass Tadej Pogacar seinen Titel nicht verteidigen konnte. Doch ohne respektlos zu sein, es war eine der packendsten Entscheidungen um den Weltmeistertitel seit Jahren.
Die Österreicher waren leider nicht in den entscheidenden Situationen vorhanden, Felix Gall und Patrick Konrad stiegen vorzeitig vom Rad, Felix Großschartner wurde 56.
Es ist schade, dass Tadej Pogacar seinen Titel nicht verteidigen konnte. Doch ohne respektlos zu sein, es war eine der packendsten Entscheidungen um den Weltmeistertitel seit Jahren.
27.09.2026 - Gerald